Projekt Paradoxon


Drei Fenster hier.
Das eine hat einen vorzüglichen Blick
auf die Hauswand gegenüber.
Das andere macht durch Pixel die Farben,
es lässt Chancen verstreichen
Und hilft Zeit totzuschlagen.
Das dritte hat nur das dumpfe zum schaun,
Haussegen schief - Niveau noch unterm Kellerverlies.
Manipulativ der Sklave auf der Fernbedienung liegt,
die so heißt weil der über die Welt entschied,
der den Roten Faden im Programm noch zieht..
Drei Fenster, nur vages zu sehen.
Ich sollte auf Reisen gehen.

Mittwoch, 7. September 2016

Fliegen und der Sturz alter Männer


Ein alter Mann lag im Sterben. Die Glieder allesamt von Sich gestreckt, lag er wie ein Sandsack auf seinem Krankenbett welches bald das Bett eines toten Mannes sein sollte. Der Raum in dem das Bett stand, hatte große Fenster und war in einem weißen Glanze erstrahlt in den vielen Wogen des Lichtes, welches den umherfliegenden Staub im Zimmer funkeln machte. Außer dem schwachen Atem des Mannes war Stille, nur entfernt zwitscherten Vöglein dem Leben lobpreisend Lieder und manche kamen auch an das Fenstersims um den alten Mann zu verabschieden. Das Fenster stand einen Spalt breit offen und es wehte herein die Frischluft eines jungen Frühlingstages. Die Welt stand in Blüte. Und wie als wollte sie ein Farbenspektakel zum Wiedersehen offenbaren, erleuchtete die Welt im gänzlich Glanze.

Der alte Mann jedoch sah diese farbenfrohe Schönheit nur in seinen Augenwinkeln durch die hohen Fenster strahlen. In seinen Jugendtagen und seiner Adoleszenz, hatte er es geliebt die grünen, saftigen Lande entlang plätschernder Bäche und verwachsener Wege zu durchstreifen. Und es dauerte gar nicht lang an Lebensjahren, schon kannte er die Lande wie seine Westentasche. Zeitlebens war diese ihm heimische Natur die Erweiterung seines Geistes. Wie der Naturgeist auch in seiner Seele wohnte und des Seelchens Wohlgeschick und Glücklich Geschehen anhaftete. So durchwob die Liebe für den werten aber Sterbenselenden alten Freund die Atmosphäre und viele Wesen kamen an das Fenstersims heran zum letzten Lebewohl. Im Verlaufe des frühen Morgens, begann es plötzlich lauthals kräftig zu summen und zu brummen.

So schwebte mir Nichts, dir Nichts eine junge Eintagsfliege zum Fenster herein. Recht wacker und fix auf Flügeln und Beinen sowohl groß, dick und rundlich mit buschigen Haaren und langen, schlanken Fühlerchen. Erste eifrig die Ecken absuchend nach Vergessenen Krümmeln, dann wilde Runden drehend um den mit Glasperlen behangenen Kronleuchter. Die Eintagsfliege konnte manigfaltige Gerüche riechen im Zimmer des sterbenden Mannes.

"Welch Gemisch an Düften und hauchigen Noten!" Dachte die Fliege voller Überschwang bei Sich. Leichtfüßig landetet sie auf dem Nachttisch des alten Mannes. Die Eintagsfliege spiegelte sich in alten Karaffen, welche lange Zeit vom Staub belagert waren, doch nun blitze - blank gereinigt von tüchtigen Händen der Hausbediensteten. Die Eintagsfliege besah sich in diesen Karaffen und je nach Größe und Rundung veränderte sich ihr Spiegelbild zusehends. Und als sie da so durch ihr ureigenes Speigelkabinett huschte, durchblitzte die Eintagsfliege ein wichtiger Gedanke:

"Die Wahrnehmung aller ist in einer Art Spiegelkabinett begriffen. Wir unterliegen den identischen Krümmungen im Spiegelbild, jedoch wird ein jeder der Sich spiegelt nur seine ureigenste Spiegelung wahrnehmen. So sind alle Realitäten wie Zerrspiegel in denen unser Selbstbildnis erscheint."

Noch wusste die Eintagsfliege nicht was das zu bedeuten hatte.

Nachdem sie nun ausreichend den Nachttisch des alten Mannes erkundigt hatte, wandte sie Sich zur Seite, huschte schnurstracks durch das Kabinett der Karaffen und hatte nun für sie Groß und Weit des Mannes Bettstadt vor Sich. Da türmten sich solide Höhen aus Deckenfalten unter denen der Mann schwach und leicht röchelnd atmete. Der Körper zermattet von Gicht und Krankheit lag unterdessen stur wie ein Brett. Im seichten Auf und Ab hebten und senkten sich die Deckenfalten als wären es atmende Gebirge. So erklomm sie die ersten Höhen, von Fußwärts kommend da noch in einem kurzen Überflug der Sicherheit gewahr sein wollte. Was hatte sie doch in Ihrer Kinderstube für Gruselgeschichten gehört! Geschichten von einer Klatsche die fast lautlos surrend durch die Luft pfeift, unachtsame Körper zerquetschend. Für die Zunft der flotten Eintagsfliegen waren Menschen Bewegungen von einer Entschleunigung dass man als Eintagsfliege dachte:

"Diese Menschen bleiben stehen, oder noch langsamer und Sie tun alles Rückwärts".

Der Riese ruhte also seine letzte Lebenszeit und die Eintagsfliege beschloß im Zick - Zack Kurs, den Bauch hinauf gen Gesicht des alten Mannes  zu huschen. Dort angekommen, blickte Sie in ein Gesicht - in das war ein ganzes Leben gezeichnet. Ein markantes Kinn verdeckt durch einen krauselig gewachsenen Bart. Dieser strahlte auf gewisse Weise in einem Etwas gräulichen Weisston im grellen Widerschein der hohen Fenster. Aus einer großen Nase, mit Nasenlöchern wie Höhleneingänge bahnte sich ein Wildwuchs aus verqueren Nasenhaaren. Sie ließ ein paar Herzschläge passieren, atmete tief ein, atmete aus und machte einen mutigen Satz von der Decke auf die Nasenspitze des alten Mannes. Dieser rümpfte selbige, und schlug die unter buschigen Augenbrauen gebetteten Augen auf. Sie erleuchteten - grün, gräulich gesprenkelte Iris und ein wacher, regsamer Blick. So sahen Sich der alte Mann und die Eintagsfliege zum Ersten Mal einander an, von Angesicht zu Angesicht. Die Fliege war verwundert hatte sie nicht mit dem regen Geist gerechnet.

"Ist das Fleisch schon schwach, der Geist noch wach."

Murmelte der alte Mann und ein Dunst aus Heilkräutern, hüllte die Fliege ein wie eine Blubberblase, wohlig dennoch benommen und schummrig tapperte die Fliege auf der Nasenspitze des Alten Mannes. Hin und Her, fast purzelte sie dem Mann auf die Wangen, rücklings auf die Flügel. Doch mit Nerven aus Drahtseil hielt der Mann inne und stand gegen den übermächtigen Drang zu Nießen, sagend:

"Dies könnt mich um die Ecke bringen! Mit dem Nutznießen will mir nicht gelingen.
So genieß ich noch Genosse und sag Gesundheit wenn genossen, Guten Tag!"

Grunzte der Greis griesgrämig.

"Na du bringst ein Wort! Um die Ecke bringen wollt ich dich doch nicht!
Wollt nur mal dein Angesicht sehen, die Welt und alles ist neu für meinen Blick
musst du verstehen. Du sagst du fürchtest um die Ecke zu gehen? Was wartet
denn dort so fürchterliches?"

Da schnaufte der Mann ganz leis auf, entgegnete:

"Na nu, das weiß ich ja nicht, ist es hell hinterm Licht? So weiß ich doch um
die Naturgeister, sie wohnen dem Inne was ich greifen kann. Doch weiß ich
derlei mehr durch das Fühlen als das Hörensagen und nachplappern. Über den
Tod weiß ich Nichts außer dass er Körper reglos macht. Wohin die Seelchen
unserereins gehen ist Nicht greifbar. Es geht mit mir zu Ende, liebes Flügeltier -
es ist noch früh, der Tag naht noch heran. Du bist noch ein junge Eintagsfliege,
lass mich dir einen letzten Rat für den Tag geben, und vielleicht führt dich dein
Weg wieder her - ehe ich meinen antreten muss."

So sprach der Greis:

"Tue was du tust mit Liebe
  Geben gibt dir mehr als Fordern
  Ich ist Ich, mehr als nur Triebe
  Nur mit Handlung sinnig Worte"

Der Mann fuhr fort:

Gebe jedweder Empfindung und jedem Erleben einen Sinn indem du mit ihr in Gänze schwingst. Sei es rühmlich oder unrühmlich. Akzeptiere es, mehr noch integriere es in dein Sein und Wesen. Schließe deinen Frieden mit deinen sogenannten Schwächen und Lastern. Erhebe dich über das ich was du gestern galtest. Doch vor allem, hör auf zu Suchen oder Finden zu wollen, allzu weltlich Ziele lass ab! So wird dein Herz ruhen im Chaos der Aussenwelt. Fühle auch die schmerzvollen Momente als Geschenk."

Voll Unverständnis rollte die Fliege die vielen Augen, sagend:

"Du, der Tag ist noch nicht lang und gibts da nichts zu loben, bevor der Abend heran naht!
Mein Weg hat eben erst begonnen. So lass mich mal schalten und walten. Und geht dieser Tag in langer Zeit seinem End entgegen, so will ich dich wieder besuchen und den letzten Weg gehen
wir zu zweit. Dann wolln wir mal sehen was hinter dem Eckchen lauert, was ihr Menschlinge
so fürchtet!"

Zum Abschiede nickend und mit den Vorderbeinchen das Fresswerkzeug blitze blank putzend, hob die Fliege ab von der Nasenspitze des Mannes, auf der Sie zum kurzen Plausch mit selbigen geruht hatte. Schoss dann in einem Heidenzahn zum Fenster hinaus, in die Welt die in Blüte stand. Gerade war Stille eingekehrt im Zimmer, da summte die Fliege plötzlich wieder heran, sagend:

"Und ach, übrigens Gestern hab ich noch nicht gelebt, ich lebe im Heute."

So, nun eine wohl reiflich überlegte gestolperte Acht fliegend, war der Schwindel zu groß und sie klatschte Ausversehen gegen den oberen geschlossenen Teil der Fensterscheibe. Zig Sternchen sehend, flog sie nun hinaus mit schummrigen Flügelschlag. Hinaus in die Welt welche in Blüte stand.

Der alte Mann fiel zurück in Schwäche bedingten Schlummer, davon träumend was ihn sein Leben über reute. Es war einer dieser Träume in denen man fühlt mehr Akteur denn Marionette des Unterbewussten zu sein, und so war es ihm möglich auch ein paar Gedanken während des Schlummerns freien Lauf zu lassen:

"Im Leben kann man schon Recht reumütig werden. Es reut uns das Tun und es reut uns das Lassen. Jedwede Handlung hält das Potential inne gen Reumut zu wachsen. Handlungen erwachsen aus Entscheidungen und Entscheidungen limitieren kausale Handlungen. Wir sind in einem Meer aus Möglichkeiten, und es überfluten uns mögliche Erfahrungen in wellenden Wogen, doch die Entscheidung formt für uns im Mehr aller Möglichkeit einzelne Tropfen heraus, in denen wir nun reifen am Glücklichen Gelingen und auch in des Mißgeschicks Bann. Doch jede Freude, jedes Leid ob Erfahren oder Unerfahren will bereut werden zu Gunsten eines Wachstumsprozesses, behilflich der tätigen Weisheit in Blüte zu treten."

Aus einem Traum in dem er unter einer mächtigen Eiche sitzt und auf Grashalmen kaut, aufwachend ob den Gedanken die ihm während des friedlich Schlummerns durch den Kopf schoßen, schlug er die Augen erneut auf in seinem Krankenbett.

Als er aus den Augenwinkeln blickte war Mutter Sonne schon kräftig am Abnehmen und tauchte die Frühlingshaften bunten Mischwälder mit ihren tagsüber leuchtend grünen Wiesen und Wildbächen in ein seicht leuchtendes Abendrot, als hätte eine unsichtbare Hand ein orangenes Tuch über Mutter Sonne geworfen. Die Hitze des Tages verflog sanft und immer stärker rückte die Kühle der Nacht in das Zimmer des alten Mannes.


Da hörte man es erneut laut summen und brummen. Sofort wusste der Mann dass das sein alter junger Freund die Eintagsfliege war. Diesmal kam die Fliege jedoch gemächlicher durch das immer noch einen Spalt breit geöffnete Fenster.

Mit schweren Schultern und Rückenpartien setzte sich die Fliege erneut auf die Nasenspitze des alten Mannes. Ein Grußwort an Ihn richtend, sprach Sie - erschöpft doch heiter:

"Grüß dich alter Menschenfreund. Ich bin nun auch in meinem Lebensabend eingerichtet. Mein Gutester, sagen und danken muss ich dir dass dein Rat mir sehr hilfreich war. Die Momente hab ich allesamt genossen, auch vieles bereut, doch mit alldem einen umwälzenden Frieden gefunden.Trauer die ich trug, Neid der in mir entflammte, die Raserei im lieblich und auch verdrießlich Überschwang. Ich war in Zweisamkeit, Ich war in Einsamkeit. Ich war Ich, wie ich mir auch mein Mehrsein war. Alles hab ich ausgekostet, das rühmliche wie das unrühmliche. Es dauerte so manches Mal seine Zeit, bis ich in dem was mir missfiel auch den Wert, der Erfahrung Gefallen sehen konnte um so mit dem Leid des Egos Frieden zu schließen.Doch es gelang mir, und mir war dass ich in vollen Zügen lebte."

Da blitzte ein breites Grinsen im Gesicht des alten Mannes auf. Tief einatmend, öffnete er langsam die Augen nachdem er der Fliege Worte gelauscht hatte. Sagend:

"Mein Lieber Freund, das freut mich sehr für dich! Ich spüre derweil wie mein Herz nun immer schwächer und langsamer schlägt, das wackere nun ermüdet und der ewiglich Schlaf in meine Glieder fährt. Alles was ich schuf, was ich jemals tat fällt nun dem Vergangenem anheim. Alles was ich an Regungen erfuhr und spürte geht nun mit mir fort. Der Weltenpuls bebt weiter hinfort und ich trete von der Welt in den Schleier hinaus. Wohl an Gevatter Tod! Du bist mir unbekannt und Ich fürchte dich wie einen mysteriösen Fremden."

Da fiel ein Schleier in Form eines Kapuzenmanns mit breiten, mächtigen Flügeln über unsere beiden Freunde. Der Mann erstarrte, vor Angst wurde er ganz Grau. Sein Körper derweil liegend im Bette war nun geschaltet in den Fluchtmodus. Da blickte die Fliege, sich auf der Nasenspitze des alten Mannes umdrehend, den Kapuzenmann namens Gevatter Tod an. Sie sahen sich ebenso an wie alte Freunde. Sagend zum Kapuzenmann:

"Bis zum Nächsten Mal mein alter Freund."

Der Kapuzenmann nickte liebevoll zurück. Daraufhin unternahm die Fliege einen letzten Kraftakt. Sie flog zum Lauscher des alten Mannes, dessen Herz nun seine letzten Schläge tat, sein Angesicht noch immer ergraut vor Furcht. Da summte die Fliege dessen Herz ebenfalls die letzten Schläge tat zum Ohr der Mannes heran, und flüsterte:

"Wenn du wüsstest dass Gevatter Tod hier, ein sehr alter Freund auch von dir ist und er dich regelmäßig in all deinen Leben besucht und deine Seele geleitet wie ein Freund, dann spürtest du wie alle Angst von dir abfällt und verfliegt wie ein Flüstern im Wind."

Als er das noch hörte, schlug der alte Mann ein letztes Mal die Augen auf, sich erinnernd an all die Male die sein Freund Gevatter Tod die Flügel um seine Seele schlug und ihn hinein in gleißendes Licht trug. Er flüsterte noch ein Danke, nun sichtlich erleichtert - an seinen Freund die Eintagsfliege. Und beide taten gemeinsam ihren letzten Herzschlag und schlummerten in das gleißende Licht hinein.


M.

Freitag, 5. August 2016

Felsenfest.


------------------------------------------> Felsenfest <-----------------------------------------------


Im Meer der Gezeiten standen sich einst eine Frau und ein Mann gegenüber.
Wie Salzsäulen in der Brise der Vergänglichkeit, standen sie da auf
Felsen die aus dem Zeitstrom ragten. Die Felsen waren etwa mehrere Fuß
breit und lang, und beide hatten jeweils hinter sich einen Haufen aus
mehr oder minder losen Gestein. Der Mann sah die Frau an und erblickte dass
sie schön war wie eine Göttin. Die Frau sah den Mann an und erspähte dass
er sie mit einem Blick bedachte, der sie fühlen ließ, als blicke er bis
zum Grunde ihrer Seele. Sie spürte in diesen Augen, dass sie einzig und allein
auf Ihr ruhten. Nicht auf ihrer Erscheinung oder ihrer weiblichen Gestalt.

Sondern lag der Blick auf die Menschseele die Sie war. So schwangen sie gleichsam
in Resonanz zueinander, doch war noch zwischen ihnen immer und stetig fließend
der Strom der Zeit, im weiten Meer der Vergänglichkeit. Sollte einer von Ihnen
in die Fluten geraten so wäre dies das Ende ihrer Verbindung zueinander.
In die Anreihung detaillierter Momente, welche den gedehnten Moment ergeben
den wir als Leben bezeichnen, würde sich eine andere Kausalitätskette - ein für beide
ärmeres und einsameres Morgen und eine nur zaghafte Zukunft aus Verbindlichkeiten
zu anderen Wesen ergeben. Die folglich ebenso Menschen waren, aber auch ebenso sich
verschieden charakterisieren ließen im Bezug auf unsere Seelenverwandten.

Unsere Leben sind nicht die Summe aus mechanisiert hintereinander gereihten
Erlebnismomenten und Sinneseindrücken, alles Sein ist bestrebt sich über sein
Gestriges Ich zu erheben. Gedanken schaffen das Konstrukt was wir Realität nennen.
So ist erheben gen Licht:Ein glücklicheres, vollkommeneres Sein. Eine Existenz
in jener man erkennt, dass wir äußerlich nicht getrennt sind und verbunden
mit allem was ist und selbst dem äußerlich unbelebten ein Geist, eine Energieform
innewohnt, die hilft unsere Sinneseindrücke als Realität zu verdinglichen.

Doch das hier keine Mär entsteht, den einen Seelenverwandten gibt es nicht.
Auf ja doch ganz ähnliche Weise wie es die eine Realität nicht gibt.
Wer kann schon wahrlich wagen dem Traum auch selbst die Realität abzusprechen?
Ein Seelchen sieht Bilder immerzu und es ist gleichsam Wachzustand und Traum.
Über diese Ebenen sind Wir die Seelchen in Konvergenz vereinend.
Es gibt mehrere Seelen die dies Potential zueinander aktivieren und in
Vervollkommnung ihrer Selbst und der liebenden Hingabe zur nahsten Seele wirken.
Sehen wir wie unsere Zwei Seelchen ihre Zusammenkunft bewirken:

Der Mann im Meer der Gezeiten versuchte zunächst mit seinen Armen bis zu
der Frau hinüber zu reichen. Doch, vermaledeit: Das war zwecklos. Der Zeitstrom
trennte beide wie eine mächtige Schlucht voneinander. Die Frau versuchte in
geduldsamer Weise einen Fuß hinüber zu strecken, doch auch dies erwies sich als
Vergebens. So tauschten sie nun nach den Blicken als Nächstes Lächeln um auf
diese Weise nicht mit den Augen sondern mit den Herzen zu sehen. Das Lächeln
an Sich ist die schnellste Verbindung die wir untereinander herstellen können.
Und so, man kann sich vorstellen von nun an ging es mit der Verbindung ganz fix.
Die Frau und der Mann sahen sich an und plötzlich geschah etwas hinter ihnen
die losen Gesteinsbrocken, Große wie Kleine lösten sich allmählich und bröckelten
nun herunter. Die Frau und der Mann, beide erschrocken ob der plötzlichen Polterei
drehten sich um und beide sahen nun was der Gesteinshaufen schon die ganze Zeit verbarg:
Ihre Herzen. Und so war es um sie Geschehen, dass ihnen die ersten fetten Steine
vom Herze fielen wie Kirschblüten, beinahe schwerelos gen Zeitenstrom. Mehr
Steine fielen, weil beide äußerst erleichtert waren ob der geglückten Kommunikation,
da so nah und doch so fern. Da geschah es dass die Steine die zuerst ihre Herzen unter
sich begruben nun noch stärker fortfuhren zu bröckeln und auf eine selbständige Weise
begannen einen Pfad als Übergang zwischen der Frau und dem Mann zu bilden. Dieser Pfad
stieg nun immer stärker dem tosenden Zeitstrom empor.

Und bald schon pochten ihre Herzen hinter ihnen ganz wild füreinander und der Pfad sah sich nun stattlich erhoben über dem Meer der Gezeiten. Er verband nun die Frau und den Mann. Beide gingen bedächtigen Schrittes aufeinander zu. Als sie sich in der Mitte trafen umarmten und küssten sie sich sanft und beständig. Mit einem Blick und einem Lächeln das sie tauschten entschieden Sie sich gegenseitig ihre Zeit zu schenken. Da bröckelte der Pfad, der zuvörderst so stattlich wirkte plötzlich
und unsere beiden Umarmenden Seelchen fielen gemeinsam in die tosenden Wogen der Geizeiten.
Doch nun mehr vereint fern jeder Lebenszeit.

M.

Mittwoch, 6. April 2016

Backfischaquarium - Idiologie LP


Heute präsentiere ich euch das Neue Album von meinem Konsorten Backfischaquarium!
Ich durfte mit zwei Gastbeiträgen involviert sein. Gönnt euch das Dingen! Wieder mal, eine ganze Prise unikater Rap vom Kollegen Backfischaquarium.

Texte&Vokale: Backfischaquarium
Features: Marek Klippendichter
Beats: Morti69
Cuts: Dj Amperr
Cover: Eg0n




Ladet euch hier das komplette Dingen oder hört bei Soundklaus rein: 
Backfischaquarium - Idiologie LP
Backfischaquarium - Idiologie LP Soundklaus.

Habt ne gediegene Zeit!

Beste Grüße,
M.

Mittwoch, 9. März 2016

Das Odemmantra


Das Odemmantra

In einem Atemzug liegt ein ganzes Leben
In einem Moment steckt Werden und Vergehen
In einem Augenblick zeigt sich alles was gesehen
In einem ist die Gemeinschaft allen Seins zu verstehen
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Urgründiges ist zu fühlen statt zu Erklären
So dient Symbolisches dies Zeichengedusel
nur der Vorbereitung für das freie Gewähren
Es ist die Angst im Kern mit leichtem Gedudel

Unsere Herzen Stein für Stein zu erschweren
So ists doch einfach mit stetig Gebudel
und Kopf in Sand steck pechschwarzes Lernen
Hasstiraden, Aufgeschrei, mediales Versgefummel

Durch Spaltung erlangt ein Dritter Verwaltung
über zweie, Kapitalist sich zähneknirschend zeige
Schnell Wogen gestellt auf das Ellbogengeprell
Konkurrenz als Kongruenz, übereinstimmend Eile

Herrsche und teile, verwähre und Zeige
Wir bekommen die Herrscher die wir verdienen
in Sicherheit fügen und aufbegehren nur leise
Herrschaft heißt sich der Souveränität zu entziehen
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In einem Atemzug liegt ein ganzes Leben
In einem Moment steckt Werden und Vergehen
In einem Augenblick zeigt sich alles was gesehen
In einem ist die Gemeinschaft allen Seins zu verstehen
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Zelebrieren das Seperieren, Identität gilts´ zu generieren
Individualsinn: Ich bin erst Ich indem Ich nicht wie du bin
All dies verfestigt bestimmt den imaginären Unsinn
So Grenzen ein Unding, es trifft dort Luft auf Luft

Mensch benennt und denkt dass alles ihm gehören muss
Doch nichts ist gänzlich Sein, selbst das Leben hat er zum Teilen
Sein Leben ist nicht Seins, sondern ist als Kollektivfrucht gereift
In Ego und Identität liegt so einiges an Bestreben und Leid

Das Leid entsteht daraus dass man für eigen Illusion bereit
Gescheit denkend dass mein das bessere Geleit, Existenz beschreibt
Wir sind Tiere mit Schuhen und Sinnlos Tun der Überheblichkeit
Jeder sieht zu dass der Teufel auch ja auf seinen Haufen scheißt

Leben im Kasten, Eckig, häßlich ist wirklich nämlich ein Kreis
der Ebenen in runden Spiralen bereist, Entwicklung zeigt
Hier ist Kooperation nicht Überlebenskampf Stärkerer gemeint
Nicht als Fundament das Leid sich dem Schwächeren neigt
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In einem Atemzug liegt ein ganzes Leben
In einem Moment steckt Werden und Vergehen
In einem Augenblick zeigt sich alles was gesehen
In einem ist die Gemeinschaft allen Seins zu verstehen
---------------------------------------------------------
Trivialität uns zumeist wie Berge versetzt bewegt
Des Geizes Geist,Materielles sich schlingend zeigt
Wie Kreisel unser Leben sich um Eigendrehung begeht
Wir greifen was uns diktiert der Gezeitenpoltergeist

Weltlich Sache für der Bewunderung Eskapade querbeet
Mit festem Griff und Wachsen hin zur Dinglichkeit
Zeit ist Geld, Geiz ist Geil sprich Konsumentengebet
und hoff doch dass dein Götze dir erschwinglich bleibt

Rabatt und Raten, bitte die Nägel selbst in den Sarg schlagen
Gönn dir was du siehst es ist Wunschkonzert im Bedarfsladen
In Wirklichkeit ist die Liebe und Empathie dein wahres Haben
Ein gütiges, friedlich Wesen ist da offenbar zu Tage zu tragen

Es muss nur zuerst den Wert von leeren Händen erfahren
eben diese in des nächsten Krise Hilfe doch gewahren
Dem nächsten ein Lächeln und bestärkend Wort entgegentragen
Im tiefsten Inneren sind wir uns bekannt auch ohnen Namen
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In einem Atemzug liegt ein ganzes Leben
In einem Moment steckt Werden und Vergehen
In einem Augenblick zeigt sich alles was gesehen
In einem ist die Gemeinschaft allen Seins zu verstehen
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Beste Grüße,
M.


Donnerstag, 25. Februar 2016

Elobrian Sunrise - Breathing Planet Ep

Heute ein Werk von einem besonderen Künstler:
Elobrian Sunrise - Breathing Planet erschien über prrrrrrr Records.



Gönnt euch! :)
https://soundcloud.com/elobrian_sunrise/sets/breathing-planet-ep

Beste Grüße,
M. 


Samstag, 3. Oktober 2015

Gedeutschte (Sch)einheit.


Lang ists´ noch gar nich her, da stand Gewähr,
für Gewehr gegen Gewehr, zweierlei System belehrt.
Kommunismus zentriert und dem Querdenker entkernt,
und Kapitalismus zentriert dem Konsum bewährt.

Da war mein Kapital, Kaufkraft und Arbeit horizontal.
Da war mein praktisch nicht da, der Gemeinschaft gewahr,
doch Gier stiert mit häßlicher Fratze greift geplant
Vom Dorfvorsteher aufwärts verdienen sich nen golden Zahn.

Ein Muster liegt gemein in der Gruft da: Herrschaftswahn.
Ist von oben nach unten verzahnt, Marx ermahnt Proletariat,
doch auch hier wieder ein unsymmetrisch Machtverhältnis parat.
Herrschaft ist Gift bereits im Anschlag, handzahm gemacht.

Durch Teile, Herrsche, Zuckerbrot, Peitsche, Brot, Spiele.
Jemand wirds richten sagen sich depressiv- schizoide.
Und Gemeinwohl wird gereimt hohl, in Gesetzgardine,
verschleiert wird hehres, doch nur damits´ erwähnt is.

So letztlich ausgeklammert systematisch, zynisch an sich
doch Recht ist Recht, und dennoch biegbares Geschäft
Verfassung, Grundgesetz nur für den dämlich Knecht.
Gestern Leibeigen Beweis, das ist heut der Personalausweis.

Schweinheit der Einheit gaben sie Wirtschaftssektor preis.
Und der mächtgen´ Taschen füllten sich wieder ganz leis.
Emotion und viel Erleben vermocht die Massen zu bewegen-
reinem Herzen kein Reden, doch geschupst kein sich begeben.

Doch Staatsfragment völkerrechtlich keine Gültigkeit kennt,
So leben wir in einer Puppenkiste konsequent, arg gedrängt
doch eingeschläfert und verpennt, Mensch begrenzen bedenkt
und imaginär sinnentleert, wird dem Land Hoheit erklärt.

Getäuschte (Sch)(w)einheit.

M.

Samstag, 12. September 2015

ICH.Sein/ES.Sein. -----> UNS.SEIN.



Das Ichsein blickt auf Sich.
Sieht die Person innerlich,
als Maske dem Es hinderlich:
Des Egos´ Liebe flimmert nich?

Kennste das Ich, so letztlich
kennste auch das gar festlich-
manigfaltig Du, Einheit unendlich.
Das Ich bekämpft sich - Selbstbild.

Ist der Weltengraben verwerflich.
Obwohls Puls des gleichen Herz ist.
Schlagend im Takte Einigkeit sich,
breit legt ins Denken, Ego herbstlich.

Verfärbt sich bis Winterschlaf herzlich
in Empfang, Wandel nimmt seinen Gang.
Als einzig Prozess ewiglich so dann.
Das Ich-Sein nun das Es-Sein erkannt.
<-------------------------------------------->
ES fixert nimmt ICH als Objekt in Betracht.
ES gar nun langsam aus ICHvision erwacht.
ICH da nun anders auch übers DU gedacht.
ES ist letztlich die UNS vereinende Kraft.  

(Das Ich des Es, was sich M. nennt.)

Dienstag, 8. September 2015

Dunkle Führer.


Dunkle Führer mitsamt Kommandanten trüber
Weltneuordnungen bringen tollkühn kühler
ihren Hass und Habgier mitsamt Kalkül dar
die feinen Herren lassen kämpfen klar ?

Sie erbringen Götzendienst an golden Kälber
Patriotismus befeuert, trollt sich auf Felder
So wird aus Mensch Befehlsempfänger selber
Wölfe hinter Schreibtischen, eifernd geltbar

Machen mit Waffen Brandherde arg brennbar
Sieht man die Zeichen ist kein Zufall erkennbar
Profit solid Wachstum ergibt, Welt wird lenkbar
Konzerne und vermeintlich Bankenzwerge Herrscher

Ambitionen über Erdenrund und Menschlich Heerscharn´
Soldat lass dich nicht von daheim herkarrn´
Verlässt der Vater, der Sohn, die Tochter im Verfahrn´
rasch die Familie, Deserteure im Kriegsgericht verwarnt,

Für Handeln des friedlich Menschenschlag, erkennen mag
wo im Kriege wahrlich das Heldentum lag, nicht im Blutbad.
Soldat schmeiss weg beschissen Gewehr solang noch Puls hast.
Kein Geschwafel wer Schuld hat, Gut und Bös ist Denken Kultnah

Nur Frage des Standpunkts, und Gewalt niemals entschuldbar
Liegt ergründlich da im Menschlich obrigen Herrscherwahn
Während die Beherrschten nicht im Plan, dass Status Qou
Stets mit Gewalt und Hass verzahnt, Herrschaftskreise sowieso

Soldat werde Mensch, Mensch werde frei von aller Herrschaft. 





Freitag, 10. Juli 2015

Die Geduld.


Die Geduld erwartet nichts.
Liegt dem Gläubiger nicht im Puls.
Die Geduld weiss es kommt diese Zeit.
Der Geleit befreit von Ängsten, nu Zapfenstreich.

Die Geduld ist für Nichtstun kein Entschuld.
Sie ist es die dich schult, gar buhlt.
Die Geduld um deinen angeregten Geist.
So dass du dich nicht aufs Aufgeben versteifst.

Die Geduld zeigt der Blick macht Möglichkeit.
Auf welch Moment seicht im Fokusfingerzeig.
Die Geduld hält fest unbegrenzt Herzessenz.
Hat man auch um dich herum Wert verdrängt.

Die Geduld hat immer ne neue Flinte bereit.
Selbst wenn mit Fickfingerzeig in Felder schmeißt.
Die Geduld dir sicher letzter Halt wie Amen in Kirchen.
Wolln´ dich verwirren im Rahmen der zerschnitten.

Hör doch auf ihr Bitten.
Für dich um deinetwillen.

Die Geduld.

M.

Montag, 29. Juni 2015

Menschenschreck


Was ist ein Mensch mit Menschenangst ?
In Schublade namens "Misanthrop" gebannt.
Erster Schritt bekannt sobald er verstand:
Die Furcht vor der Angst hat ihn gefang´.

Ein Rattenschwanz an Nachhang,
Doch Problematik die nur dem Kopf nah stand,
färbt deutlich den Pfad an, nah dran
am Punkte wo alle imaginäre Angst gegang´.

Hand lang an, kein Status Quo verdammt,
immer wieder neu richten alle Nase lang.
Doch verfass ich Mantra gerade dann,
für den Halt im harten Gang, sag wann:

Wenn immer nah am Boden angelangt.
Es ist Kunst des Blickes und angedacht,
dass du aus Scherben Reflexio Ganzes machst.
Kollektiv fängt dein Werden im Nächsten an.


Sei dir bewußt in Augen Fremder,
blickt dich dein Bewußtsein an.
Gefärbt durch deine Zweifel, deine Angst.
Der Wandel aussen fängt in dir an,
der Wandel innen aussen. 


Marek Menschenfeind.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Giraffenhälse und Rattenschwänze.


Müßig ziehts´ sich lang wie Giraffenhälse.
Ich selbst mir größter Feind und Stolperstein,
indem ich zu arg mit meiner Unart verschmelze.
Kartenhaus aufrecht, als sollts so nich sein.

Konstrukte von Behauptung bis nichts mehr zählte,
summiert kostet der Rolle Kopf, Kragen und Gebein.
Wächst übers Wesen sobald man sich sicher wähnte.
Einerseits die Reaktion verteufeln, stark beschrein:

Andererseits doch nich meucheln für der Ehre,
ureigener Ansichtssachen daraus Bewandnis allein
herleiten in Ideologierastern der obrigen Schwere,
auch mal vertraun der Duldsamkeit Lehre im Sein.

Doch alles nur im Kopf als wäre der Schwermut träge.
Wechselwirkend mich im Kreis bewege, innerlich meint
äusserlich der Wirklichkeit, Realität Reden bequeme.
Er steht, der subjektive Schemel - birgt kein Befrein´.

Mach ich mir nich aus ewig alten Gewohnheiten stete,
konsequentes Gebähre, aus all dem nen sinnvolln Reim.
Find in dem ganzen Wirrwarr aus der Chance neue Wege.
Bind mich in Trance an gleiche Fettnäpfchentretereien. 

Geh du deinen Weg. Ich geh meinen.

Samstag, 13. Juni 2015

Der Patient.



Der Patient, unbemerkt ist er fremdes Patent.
Was verschlägt mich dass ich da so denk ?
Son Medikament wird dir präsent als herb Geschenk.
Man mahnt auf dass dus´ nich zu sehr verrenkst.

Pharmaindustrie hat sich meist schweigsam gesenkt.
Gehts da um Inhaltsstoffe und Essenz welche man kredenzt,
indem man dem Körper, welcher verpennt ein wenig lenkt.
Gen Gesundung doch nie und nimmer erlangen die Abrundung.

Für Profite gehts um Markterschließung und Kundung.
statt altruistische Wohlfahrt und selig Heil rundum.
Denn am Kranken kein Geld mehr verdienen wär zu dumm.
Das ist meist der Grund, ganz unten am urgründigen Rumpf.

Die Ganzheit Mensch heilen ist die eigentlich Kunst.
Wir werfen Göttern der Schulmedizin Patte in den Schlund.
Ist Umsorgung  für Daseinsberechtigung und Formung.
Das Dogma der Norm und die Verballhornung der Ordnung.

Samstag, 30. Mai 2015

Die Tragödie von Siegbert Graumeister.




Silbern scheinend fast greifbar nah.
Schwebt des Geistes Umhang drum und dran,
ins hinterletzte Eckchen Herz gebannt,
schüttelt in Schubladen der Verstand.

Ist´s sinnig nun im Kopfe bekannt.
Ich liebe einen Geist verdammt.
Keine Götzin die schon eingesargt.
Unterm Strich, Illusion da eifer ich nach.

Mit dem Glück stets nurn momentanen Vertrag.
Glück was isn das? eine Art Arbeitsertrag -
Erpoben Herz, Seele, Bewußtsein, bis erkannt,
wie man Wogen loben, zum Ganzen formen kann.

Normen toben ziehen Wesen gebannt in Bahn.
Himmelsfahrt Gleichheit unterwegs nach Plan.
Tragen die Masken auf, bis Visagen sich verfahrn,
die Dramen mit Sorgfalt wahren, wolln Schaden.

Narben bleiben für die Taten an kommenden Tagen.
Sich fordern, wie Einsam in die Masse wagen.
Geschieht wohl Nützliches im Druck der Miragen.
Sich die Dramen rahmen, um die Freuden zu umarmen.

M.

Freitag, 15. Mai 2015

Dickfluss.



Wie Schmiermittel, Wachs in fremden Händen,
wills mich des Nachts umgarnen und renken.
Zweifel ketzerisch wills lodernd bedenken
und gibt ihm Form, dem Schwermut dem Fremden.

Lethargie räuspert sich bricht ins Nix,
wie Wellen Hochhaushimmelhoch, mir zerbricht:
Ein Kartenhaus aus Glas hinterher nichts
als Scherbenhaufen, Fragmente mit scharfem Schnitt.

Sags als hätt ich zum beißen ne Schallplatte mit.
Frühstück im Ringelreien und kreisigem rundlich Sitz,
wie Papagei leg ratternd einen, wo isn´ der Witz?
Des Columbus Ei stets als ewig gleichen Beschiss.

Weil vielleicht Fluchtpunktartig fernes vermiss´,
Manch Ansicht an Sich zu großes Ding fürn guten Biss.
Fordert dass man nach innen geht, sich trifft.
Der Urgrund Lethargie fest im Blick - bald im Griff.

M.

Freitag, 1. Mai 2015

Des Zweifels´ Schwindsucht



Ein Prinzip das seit Urzeit
wie nen Uhrwerk in Spur bleibt
Schnurgerad´ der Zyklus weilt
trivial sein Unwesen treibt

Ungelesene Zeilen die zuweilen
chaotisch erscheinen im reinen
ergeben Ordnung aus der Pein
Kein Zufall kann das so astrein

da sein ne Metaebene zu peilen
gedrängt der Oberfläche allein
sich zu befrein, Ende des Latein
Wartn lange an Fahnenstange mag sein

liebt man gewohntes All-einverleiben
Dasein ohn´ Überraschung beschreiben
bindet sich für die endlos´ Zeiten
der Gesuch Glückseligkeit herzuleiten



Schmerz teilend bereits schwer leidend
Für Glück das sich zeigt in runden Kreisen
Für jedn Topf nen Deckel, die gesundn´ meinen
Doch den Zweck stellt an Stellen die zeigen

Erfüllung beginnt im eignen Leib ganz eigen
Erstmal die Liebesfähigkeit anfangs leise
sich trennend vom egozentrischen Gekreisel
was ich meine ? Der Enden Zwei an Reißleine

Lieb ich für mich, oder für das Du ?
Die Trennung allen Seins überwinden und nu
wird aus dem Du die Erweiterung des Ich partout
Steht das Wir den Flug, entzieht sich das Leichentuch

Der Getrenntheit isolierter Fluch
Ist der Leere Gesuch, Aderlass nie genug
auch der Lehre Offenbarung wie Schriftgut
Gewinnst du, leidet der Zweifel an Schwindsucht.

M.

Mittwoch, 29. April 2015

Kopf Los in der Stadt unter den Wolken.


Kategorie: Skizzenhaft und Unfertig

Unruhe herrschte in der Stadt unter den Wolken.
Kleines Gemunkel zieht sich wie Nieselregen durch die Luft.
Tuschelnd hinter Händen und zusammengesteckten Köpfen.

Menschen und Halbgötter hatten in einem zähem Lernprozess
über die Jahre endlich gelernt miteinander zu leben und ihre
Differenzen ohne Streit und Raserei beizulegen.

Die Götter, die meisten der Hauptsächlichen,
hatten das Geschehen mit Wohlwollen verfolgt.
Sie genossen es, wie die Saat der Eintracht
dem Frieden in der Stadt unter den Wolken
erlaubte zu gedeihen.

Dies golden Momentum hielt nun schon ein paar der Jahre an!

Doch wie anfangs behauptet, herrschte Unruhe in der Stadt unter den Wolken.
Ein Gerücht ging um. Und huschte merklich doch unsichtbar wie der Wind von
Köpfchen zu Köpfchen und beschlich leise das bloße Erstaunen.

Das Gerücht besagte, der Gott aller Götter - das Allsein selbst komme in die Stadt unter
den Wolken um Sühne zu Tun ob der vielen vielen Armen doch gläubigen Menschen.

Diese Menschen hatten im Leben ihr schweres Kreuz zu tragen,
ganz wie es christlich gebräulich ist.
Andere waren stets so überaus koscher und bedachten vorallem der
Regeln in ihren Gotteshäusern,während wieder ganz andere Jungfrauen ereiferten.

Schritten sie nun ab, der großen Lebensbühne und hangen ihren Hut an den Nagel,
mussten sie feststellen dass die Prophezeiungen und Versprechen ihrer religiösen
Lehrmeister und Führer sich als warme Luft entpuppten.

Wenn überhaupt. So hin und wieder kam mal einer dieser Konsorten und er wurde dann
von den Getäuschten durch die Stadt gejagt bis sie entweder ihr Erbarmen fanden oder
sie die Schwätzer mit dem Rockzipfelaufwärts an Laternenmasten hangen.

Manche der Demagogen und Propheten erwählter Quacksalber, stimmten sich auch gut
mit der hiesigen Glaubenslinie der Stadt unter den Wolken, und gedachten der Lehre.
Sie erfreuten sich dem Dienst für Erleuchtung oder dem praktischen Zweck unheiliger Mittel.

In der Wissenschaft des Glaubens und der Kunde der Götter, so wie sie auch von
selbigen verstanden wird - ist der Akt der Schöpfung immer eine Art der Machterlangung.
Die entscheidende Intention selbiger Person welche da einen Gott zu mimen mag
ist von äußerster Wichtigkeit für Gedeih oder Verderb der Untertanen, beziehungsweise,
der Glaubensgemeinschaft. Da hier die Frage erörtert werden muss ob der Handelnde
Gott, sei er nu einer oder nich, eine Entfaltung der Dinge und ihrer Macht wünscht -
sozusagen den Impuls zur Werdung gibt oder ob er egozentrischer Natur die Machtentfaltung
durch Glauben zu seinen Gunsten wünscht. 


Da fuhr ein Donnergrollen durch die Weite unter den Wolken,
riß so manchen Wasserdampf jenseits der Stadtmauern weg wie
Wattebäusschen, von einer Jungkatze zu des Spielens Zwecke
hin wie her geschleudert werden. Die Druckwelle die durch
diese luftigen Ebenen wälzte offenbarte so die Fratze eines
toten, ausgedorrten Landes - ganz am Grunde dieses Szenarios.

Die jenseitigen weilen auf einer anderen Schwingung der Dimension
so befinden sie sich in einem Status des Daseins, welches auf primäre
materielle Hüllen und Organismen verzichten kann. Sie durchstreifen
die Ebene der Geistigkeit in einem anfänglichen Stadium und
sind daher weniger materiell als die Lebenden. Diese sind Seelen
in einem anderen Status.


Wer glaubt der tritt einen Teil seiner Schöpferkraft ab.
So wird der Begläubigte bestärkt in seiner Rolle
als Gott und Weltenschöpfer. Selbst wenn er dies nicht vermag.

Und ist er im Fortschreiten seiner Gemeinde interessiert, so weist er stets von Sich weg.
So sprach es, das Bewußtsein aus allem Bewußten, das Allsein selbst:

"Die, die ihr eine große Macht habt - ihr Götzengötter welche ihr den Gläubigen
goldene Kälber auferlegt deren Anliegen nur die blinde Verehrung und Entartung ist!
Habt ihr die Verantwortung der Reinigung eurer Sünden! Doch sehet, ich offenbare
euch wer einzig und allein Gottheit ist. Dies werde ich tun in einer Gestalt
der euren gleich. So werdet ihr gewahr, der Gott - das Allsein das überall und alles
zugleich ist, braucht keinen Kopf! Schärft nur die Klingen, schärft nur das Schafott."

M.

Mittwoch, 22. April 2015

Backfischaquarium - Delinquent


Kollege Backfischaquarium mit seinem neuen Album "Delinquent".
Ich durfte zu meiner großen Freude auch einen Beitrag zu diesem
wirklich großen Tennis leisten! Der Track "Smartphone Frontcam"
kommt direkt mit dem Flair meines Uralt - LG Handyknochen.
Demnächst nur noch mit Rauchzeichen.
Gönnts euch gut und gerne für umsonst.
Unterstützt gute Musik.

Hier besagter Track! 


Besucht Backfischaquarium direkt hier:
http://backfischaquarium.bandcamp.com/album/delinquent
https://soundcloud.com/backfischaquarium

Lebe lang und gediegen!
M. 

Dienstag, 14. April 2015

Melodic - Der Faun


(Über)Großes Kino ganz ohne Pseudo HD Scheuklappen.
Melodic - Der Faun / Sinneswandel LP 2013
https://soundcloud.com/melodic-the-black-cat
für mehr und umme: 
http://planet-rattenscheisse.blogspot.de/

Lebe lang und gediegen.

M.

Dienstag, 7. April 2015

Selbstungereimtheiten.



All das Leiden, der Schmerz um die Welt und Sich Selbst:
Ist Illusion welche der Kopf aufrecht erhält wie von Selbst.
Rückt sich in Mittelpunkt, wie Nabel der Welt - Blick von Selbst.
Ist eben in Subjektivität arg geprellt, schaut ungenau aufs Selbst.

Subjekt ist verkettet im eignen´ Gebell, der Rebell in Uns Selbst:
Held und Antiheld, so hofft im Echo seiner Laute auf mehr als Selbst,
zu treffen im Gewirr das - Du im Nu, will fix zum Wir partout doch selbst,
bleiben und sich von den Zwängen Zweier befrein, steckt im Keim Selbst.

Sein und die Freude am Teilen - Leid verteilt, stützen als wär mans´ Selbst.
Freude zu Zweit gern zur Dopplung neigt, schließt sich ein Kreis von Selbst:
Verstehen sich Zwei in dieser Welt, sehn´ welch Kraft den andern erhält, selbst
was ihn bewegt und wer dieser ist, wenn Menschling sich entledigt dem Scheinselbst.

Nicht mehr wie stets, der Maske predigt - sie sei dem Ich ähnlich, das Selbst:
Gott oder sonst wer vergelts´ - ein Stück Geheimnis bleibt, wer ist man Selbst ?
Was hinterlässt man der diesseitigen Welt wies´ sich verhält? Wir sind alle Selbst.
Das hat uns alle die wir Bewußt leben, in Einheit gestellt: Das teure Selbst.

Gilt für Menschen und allen Wesen, die gehen oder stehen ja uns Selbst-
verständlich eben auch des Planeten Kenntnis, ich sag es is ein Selbst-
hemmnis zu glauben wir sind auf einem Stein irgenwo in unendlich Selbst-
fremden Universum das es gibt weils´ geknallt hat irgendwie in Sich Selbst.

Und als Urgrund haben sie den Zufall gewählt, eisern stählt so Selbst-
vergessen die Gottheit, verschenkt Anarchie im Komplettem Maße Selbst-
bezogen, Zufall hat in diesem Denken nich gelogen sondern die Selbst-
Philosophen die logen für Logen, müssen uns besinnen zurück auf uns Selbst.

M.

Dienstag, 3. März 2015

Ungerahmtes und Namensklebung



Eine ehrwürdig alte Manie,
dieses Sachgelage mit Magie,
wies´ von Statten geht Utopie!
Da du nich siehst, was geschieht.

Vorstellung schlicht überstieg.
Spricht mystisch tief das Lied,
da Kopf der Ansichtssache schielt,
sich gern in eigne´ Hände spielt.


Sich leise in Unverständnis stiehlt,
hofft das es auf Vergebung zielt.
Der Willkür Fadenkreuz sich bezieht -
auf ein Muster welches du nich siehst.


Die natürlich´Ordnung sich nich verliert,
hast dich wohl an der Ausrichtung verwirrt.
Da die Dualität sich wie nen Paradoxum ziert.
Verdängen statt Ergänzen so wird marschiert.


Gerufen, feist definiert bis der Name kapiert,
aufgrund seiner Begrenzung rasch stagniert.
Der Benannte Potenzial der Möglichkeit verliert,
er ist dummerweise durch seinen Namen fixiert.


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Was du mich heißt werd ich sein
In einem Stacheldrahtkleid.

M.