Projekt Paradoxon


Drei Fenster hier.
Das eine hat einen vorzüglichen Blick
auf die Hauswand gegenüber.
Das andere macht durch Pixel die Farben,
es lässt Chancen verstreichen
Und hilft Zeit totzuschlagen.
Das dritte hat nur das dumpfe zum schaun,
Haussegen schief - Niveau noch unterm Kellerverlies.
Manipulativ der Sklave auf der Fernbedienung liegt,
die so heißt weil der über die Welt entschied,
der den Roten Faden im Programm noch zieht..
Drei Fenster, nur vages zu sehen.
Ich sollte auf Reisen gehen.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Windmühlen/Pflanzen/Herbsthierarchien



Wie kämpfen gegen Windmühlen.

Groß und fortan lastend.
Stoss der mächtgen Segel.
Tosen laut der Brise Fratzen,
hämisch tanzen ob dem Schemel.

Heißen sich der Probleme Atzen.
pegeln pachten des Symptoms Ekel.
Gesehen doch ungesehen wie Masken,
sich unerkannt im Schleier rekelt.

Groß so uferlos vorwärts tastend
erscheint bedrohlich, feist zehrend.
Kreis vollendend gen Widerstand hasten.
Angst lässt ihre Gestalten mehren.

Furchterfüllte Blicke nur oberes kratzen.
Mit Kanonen auf Spatzen, solche Lehren
fromme Revolten eben zu der Masse Lasten.
Man Selbst, gibt der Windmühle Übermacht Segen.


 Tanze Pflanze.

Tanze Pflanze ranke Pflanze
Dreh dich in Spiralenrampe
Schande Pflanze danke Pflanze
Ergeb nich im finalen Kampfe

Ganze Pflanze blanke Pflanze
Kennt Gott ma keine Gnade
wachse Pflanze tanke Pflanze
denn schließt er Türen gerade

Wandle Pflanze kranke Pflanze
oberst Fenster in offner Lage
Handle Pflanze wanke Pflanze
In Sicht fernab der Mirage

Tanze Pflanze schlanke Pflanze
Zum Licht bis zum End der Tage
Tanze Pflanze Chance Pflanze
Offenbare Blüte feinster Farbe

Herbsthierarchien.

Das Jahr dreht sich zur Neige
Es zischt messerscharfes Gepfeife
zieht durch leere Straßen die Kreise
Wind eiskalt klirrend auf seine Weise

heult um Ecken und Fassaden nich leise
Frisst Goldgelb des Frühjahrs Beweise
sieht sich als Geteilte, Summe der Zeile
was ich meine, auf dass es Einheit scheine

Ein endlos verweilen des vergänglich Gezeite´
Wandel, die Konstante versteht der Gescheite
Anderer fährt des Trauerzuges Gekreisel
salutiert vorm Zweifel mit gekämmten Scheitel

Im Fügen erwartet man nich das beste Eigelb
reicht scheinbares Stabilisieren der Scheinwelt
Hauptsach, das Bild vom Heimatland nich einfällt
Fragment für Fragment gen Scherbenhaufen gesellt


Lebe lang und Gediegen.

M.

Montag, 11. August 2014

Ungehemmte Fahrstuhlmusik - Das Nixtape 0.0





Am 14.07.14 erschien das 

"UNGEHEMMTE FAHRSTUHLMUSIK - 
             DAS NIXTAPE 0.0"

Es offenbart nicht 13 sondern 14 Anspielstationen, auf denen man auch, 
mal hier - mal da den ein oder anderen Bekannten aus der Vergangenheit
trifft. Jedem Seine Ehre dem Sie gebührt! 

Abgemischt und gemeistert in Sachen Klang und Vokale hat der Freddy Fuchs
vom ORANGEFIELDMASTERINGSTUDIO! Mit Fingerspitzengefühl und
Expertise is der Konsorte am Start. Wendet euch gerne bei Fragen rund ums
Tontechnische an den Dude! Gleich hier:
https://www.facebook.com/orangefieldmasteringstudio/timeline 


Was das Artwork anbelangt, hat dieser Kollege sein Können in die Waagschale geworfen!
 Cover und Rückseite stammt vom Konsorten ABRAHAM QUANTOSCH DE NOSTRE.
 Besucht ihn doch mal auf seiner Seite im weltweiten Netz! Gleich hier:
http://www.aqdenostre.de/
https://de-de.facebook.com/denostre 
https://soundcloud.com/aqdenostre

Seinerseits ein Emcee und Wortkünstler sowie auch mit dem Auge fürs Visuelle gesegnet.
Checkt auch den Track "DER MELODRAMAT" welchen ich mit selbigem Herren aus
dem Jordan gehoben habe! Produziert wurde der klangliche Unterbau von MADIC 
seines Zeichens Producer bei den Konsorten von ORANGE_ FIELD. 
Wenne herbe Beats brauchst, wende dich auch gern an die Freunde der Wonne, gleich hier:
https://www.facebook.com/orangefield

 Ein DANK geht  auch an die Konsorten von FUNK YOUR HEAD UP
einem kleinem Radioteam von 3 höchst engagierten HEADS. Diese sind 
nebenbei auch noch ein herber Dj und zwei überkrasse Emcees und 
Freistilfanatiker! Letztens war ich bei den Dudes zu Gast und wir sprachen
über das Nixtape und dies und das. Nette Menschen im Haus.
Besuch die gerne ma gleich hier und lausch immer Mittwochs ma rein wenne Bock hast!
 https://www.facebook.com/FunkYourHeadUp

ARTWORK VOM ABRAHAM:





Die Beats sind in wohlwollender Weise ausgeliehen. 
Ich möchte AUSDRÜCKLICHST anmerken dass ich 
mit diesem Dingen nich einen müden Heller verdienen möchte! 
Ich bedanke mich auch nochmals HERZLICHST 
bei den Schmiedern des Unterbaus, bzw. der Beats! 
Es war mir ein Drang auch eine Hommage unter anderem für euch anzufertigen. 
Es kann für Umme geladen und gerne verbreitet werden. 
Schenk es deinen Freunden zum Geburtstag! 
Geplant ist, sobald ich wieder einigermaßen fluide bin, auch eine kleine 
aber feine CD Pressung, mit schöner Kartonhülle! Werde beizeiten dann darauf
hinweisen. Wer eine haben möchte der möge sich melden! 

ALS APPETITHÄPPCHEN: Hier der Track "TRAURIGER CLOWN" hochgeladen von http://hiphop.mu/
freundlicherweise versteht sich! Besten Dank ominöser Mensch!


So lange Rede kurzer SINN, fix hier zum Download wenne magst gar ganz geschwind.
Gleich hier! Gönn dir! Lade es dir bei Bandcamp oder als Komplettpaket für Umme auf :

http://marekklippendichter.bandcamp.com/album/ungehemmte-fahrstuhlmusik-00-das-nixtape

http://www.mediafire.com/download/y62itjt57tyuscb/Ungehemmte+Fahrstuhlmusik+0.0++-+Das+Nixtape.zip

So liebe Freunde das wars vom Onkel Marek!
Bis zum Nächsten Mal.

LEBE LANG UND GEDIEGEN.

Beste Grüße,
Gushido.

Freitag, 8. August 2014

Misanthropoesie



Die tägliche Mischung Grausiges und Erbauliches.
erspähen wir aus dem Ef Ef Buch, hintendran Blaulicht is.
reckste die Däumchen in Himmelhöh´ kanalisierst trauriges.
Homo Digitalis versteckt sich hinter Bildschirmen im Augenblick.

Meister im Warten und höchstens Laie gehemmter Taten.
Doch das wahre Leben es spielt sich nach wie vor ab auf Straßen.
Weit weg von deinem Lebensmittelladen, belebten Passagen.
Der Reichtum basiert auf anderer Leid und stetem Wehklagen.

Doch sonderbar, Bilder die wir sehen gar anderes besagen,
macht euch keine Sorge alles in gewohnten Bahnen.
Möchten wir das Sprechen verzagen könnt ich dir raten
nimm doch son Taschendiktator auf Raten, ohne Atem.

Praktisch contra Absicht Fenster in die Welt und Glastisch
Gläsern der Bürger unterm Strich als Fazit doch keine Panik
der Prozess läuft demokratisch, doch wos´ stört ma so gar nich
Der Staat als Glaubenssache is wie Zinkmännchen statisch


Mit der Heimatbrille sieht mans´ kaum schief den Haussegen wahrlich
Freier Konsument weil der Markt ja so liberal is ? Kunde, König sagt man, nich ?
Doch der Thron bedeutet im Palast der Kapitalisten Arschfick in Klarsicht
Anders leben is nich immer im Wald irgendnen Wagnis, aufmerksam wie Habicht

Sondern zu erkennen welche Macht als Konsument hab ich ?
Nur an des Laufbandes Abschnitt willenloser Fresser Habenichts ?
Ganz korrupt ist der Wert nur noch Produkt wenns erarbeitet is.
Doch ist Frucht des Schweißes an Sich, Erfahrung - Erkenntnis.

Doch wir denken wie Maschinen entbinden uns dem Hemmnis.
Doch scheitern im Systemüberschlag denn wir bleiben menschlich.
Materialismus und generell der rohe Stoff is auf keinsten unendlich.
Doch jene die da richten wandeln des Planeten Angesicht unkenntlich.

Tun so als hätten sie nen zweiten abseits der Bühne direkt im Senklicht.
Geben sie doch keine Ruh bis du endlich zerstört oder gelenkt bist.
Ein goldener Käfig und Sklaven ohne Ketten, scheint seicht im Dämmerlicht.
Obacht es heißt wach werden gar fix so lang noch was zu ändern is.


Marek Klippendichter.

Montag, 28. April 2014

Silberlichtstraßen und der Sinn von Kubusheimen.


"Es schüttete aus Kübeln eimerweise. Die Silberlichtstraßen unten an der Demidori Empore,
lagen noch in einem Schwall aus Schwadenförmigen Rauchgebilden. Zerstörung erdrückte
das Atmen beinahe. Feinste Fäden, welche eigentlich kleine kugelartige Tröpfchen waren,
kämpften ihren stillen Kampf gegen das lodernde Feuer, welches die leuchtenden Röhren-
straßen nach und nach auffraß. Zwischen dem Chaos und der Zerstörung, huschten
Ordnungstruppen und Friedensbewahrereinheiten hin und her. Löschten, suchten
nach Überlebenden zwischen den Trümmern und stellten doch nur Tod auf ihren Dokumenten
fest.

Zu verzeichnen war ein Scharmützel noch nicht geklärten Ausmaßes, da riesige Teilstrecken
und Fragmente der Silberlichtstraße hier und dort an der Flanke des Berges, der Demidori Empore,
abgesprengt im Bild lagen. Die Luftkissen Fahrzeuge, welche sich zwischen den Straßen
und den Siedlungen und Enklaven, bishin zu den Würfelförmigen Kubusheimen -
mithilfe von Magnetkräften hin und her bewegten lagen verstreut in der Gegend.

Die Kubusheime welche in der Größenordnung von Millionenstädten, in Sich Selbst eine von der Aussenwelt abgeschlossenen, Illusion von Realität und Weltlichkeit verhangen waren. Die Konstrukteure dieser Monströsität hatten die Gefahr verbannt und dienten dem Wohlstand wohlfeil.
Dieser Wohlstand war natürlich an dem Umfang von Gemütlichkeit und Macht in ihrem Alltag
gerechnet. So kam es dass sie andere in Gefängnissen versklavten, dessen Wände und
dessen Gitter sie weder sehen noch anfassen konnten. In die Sklaverei aus Freiwilligkeit,
zum Schutze vor steten Gefahren. Doch die Kubusheime wurden das Gefängnis aller,
so war man Wächter und Insasse zugleich, war man sich erst des Ausmaßes gewahr.
Doch dazu an anderer Stelle mehr."

Mittwoch, 22. Januar 2014

Über Gott in meiner Welt.


Man ist gemessen heutzutage an wahren Taten.
Nicht an Siegelqualität wie es Waren waren.
Gemessen an dem was wir Gelassen und Getan haben.
Seelen sind Energie, jagen durchs All wie Fanfaren.


Mensch merke, ein wirklicher Gott hat keine Schuld
zum aufladen, er gibt dir nur das Leben als Impuls.
Ist ein Teil von uns, und wir sind Teil von ihm,
Geschlechterrollen müssen sich verziehen:


Kein Er, keine Sie, kein Es.
Keine Kirche, Keine Doktrin, kein Staat.
Gott ist Bewußtsein, ich persönlich mein:
Allsein passt als Bezeichnung besser rein!


Religion auf Schuldenbasis is doch fein:
All die ängstlichen Menschlein knien vor dem Schrein.
Der Massenkontrolle Mittel konditioniert im Nachhinein.
Gegen den Glauben da wende ich nichts ein.


Da stimuliert der Mensch die Verbindung zum Allsein.
Und erfährt das Ganze, die Summe seiner Teile,
als kleine Ziffer erfährt es ist uns im Leibe,
gespeichert da sich Bewußtsein durch Sinn erleichtert.


Leben ist kein Nasser Sack in Kurven.
Kein Dahinplätschern und kein Ponyhof für Schurken.
Gut und Böse, Schwarz und Weiss, Wir und Die.
Die Anderen, die gleicheren als die Gleichen...


These, Antithese, Synthese - Dreifaltigkeit.
So wird die Ansichtssache zum Fluchtpunkt.
Die hehren Heldentaten in Ehren birgen die Unvernunft.
Erst gelernt die Dualität, es gilt hyper zu runden.


Bis sie geleckt sind die Wunden, welche gerissen
im zweipolig - pro oder contra - ja, nein stumpfen.
Sein ist sich an Vielfältigkeiten ergötzen den bunten.
Zwei Seiten Eitelkeit gründet im Hass oder im Neid!


Dazu da, weil es so leichter scheint wenns uns zerreißt,
da Kräfte am langen Hebel uns auseinander zu dividieren mein´.
Weißte egal ob Schwarz, Gelb, Rot, oder Weiss,
Religion des Kreuzes, Mondes oder die vom ewigen Kreis.


Es gibt eins was uns vereint: Das Sein und Erleben in dieser Zeit.
Also schiebs doch weg den Neid, den Zweifel, die Eitelkeit
Trag ein Lachen im Gesicht und in den Augen das Licht
wenns zwielichtig ist was dich zerfrisst in deinem Leid.


Dingen is diesen Zustand in Überstunden zu überrunden.
Ihm Gehör und Vertrauen schenken dem Menschenverstand,
dem Gesunden schürfend tief zu gründen,an den kleinen Dingen punkten.
Wird jedermann sein Gott kann niemand mehr, als Verfüher auftrumpfen.


Ein Gedanke des Schöpferbewußtseins
Ein Funken im ewiglich runden.

Marek Klippendichter.

Montag, 20. Januar 2014

Das Ich an Sich.




Wieviel Ich ist in Sich, bis es das Ich begriff ?
Bitte vergiss mein Nicht, was Spricht erlischt.
Zerrbild und Verriß, Identität Illusion an Sich.
Gibst Ich Anstrich, formstes allerhand handlich

Chance kriegt wer dafür offen is, unterm Strich,
Realität was in Gedanken ist,  nimmst Kompromiss
Komm doch raus du Witz, in des Allseins Licht.
Im Fall absichtlich, dann ist man mal bei Sich.

All das spricht und ist wichtig, wie man Fokus gibt.
Manche sagen das is Esoterik, Hokus Pokus amtlich,
doch an Sich, ist das nur der Blick, ins innere Licht,
des seelisch Angesicht wie Eisberg nie das Ganze is.

Dass die Spitze am Rande bricht, wenn die Lanze sticht,
das Ego sich Zacken aus der Krone kickt, Rache verspricht
Neid, Gier und Angst aufm Meer der Tränen verschifft,
Verkifft das Ich, sich mit Schall und Rauch verdrischt

Wir teilen alle einen Namen, das Ich an Sich.

mfg
der Rätsel Shivah.

Samstag, 24. August 2013

Falsche Früchtchen auf Paradisia - Ein Kapitel für den Reisebericht.


Eine Zeichnung zweier Geröllkauze von Bertolt Knecht.

Falsche Früchtchen auf Paradisia.

Sie fielen nieder wie Sternenstaub,
auf den Planeten namens Paradisia.

Ikarus Wanderlust überprüfte abschließend die Landungskoordinaten.
Koordinate zwischen Erd und Himmelreich: 999 666 999 666.
Das Schiff drang lautlos in die Atmosphäre dieses Erdenrunds ein,
bettete sich wie Samt,lautlos auf den Wolken, über einem Grünen Garten unter Hell, sich im Aufgehen befindlichen, Sonnen.

Die ihre Lichter nach alldem warfen was sich dort unten befand. Auf dieser Orangeförmigen Oase inmitten von dem kalten, unerbittlich lautlosen All.

Ein Orangeförmiger leicht marine blau schimmernder Planet, abseits der interstellaren Handelsrouten durch gedehnten Raum trieb dort,  wo sonst nur verschiedene Pseudoimperialistische Räuberbanden und Stämme einen Kampf um Rohstoffe austrugen.

Marek Klippendichter gab die Landekoordinaten ein und wie von Selbst sank das Schiff hinein in die Wolkendecke, es ging hernieder, durch Etagen von Wolkenlandschaften bis sich unten, versprechend und saftig das gelobte Land unter ihnen auftat.

Das Land, es war gespickt von Wäldern, weiten Seen, und Flüssen die sich von oben klar als die Adern des Lebens, dieses Planeten abzeichneten. Bertolt Knecht, der dritte im Bunde war sich längst sicher um seine Hypothese, dass auch Planeten, Wesen mit Bewußtsein und einer dem Reifen und Wachsen, zielgerichteten Intelligenz waren. Er spürte dies auf Paradisia deutlicher als jemals zuvor. Der Alte, ihr Mitbringsel aus dem Semi Paradoxum Sternsystem (sie kannten seinen Namen nicht, deswegen sagten sie schlichtweg "der Alte") hing mit einer Flasche besten Honigmets, in einem raren und zerfetzten aber dennoch anmutig aussehenden Sessel, und sprach Seinsvergessen ein paar Reime. Nuschelte und stierte zur Decke hoch.

Bertolt rief: "Hey Alter, teurer Freund, du musst dir das einverleiben, diese Aussicht! Lös dich von dem Gebräu und komm heran, mein Guter." Der Alte stoppte abrupt seine Nuschelreime, und sagte mit Freude in der Stimme und einer Art Jugendlicher Klarheit im Blick:"Jeder Eindruck, ist auch ein Ausdruck wert, weil was rein muss, auch raus muss, findet ein Beisammensein im geliebten Herz!" Sprang mit diesen Worten fidel, aus dem alten Staubigen Sessel und hüpfte beschwipst zur Navigationsfront des Schiffes, postierte sich bei den drei Freunden Ikarus, Marek und Bertolt und legte seine Arme auf die Schultern selbiger.

Marek von Beruf Dokumentator und Zeitraffer in Sternensystemen Links und Rechts von Semi Paradoxum, pflanzte sich mit Freude an die Navigationsfront und pö a pö brachte er das Schiff in tiefere Gefilde, bis sie schließlich an einer geeigneten Stelle sanft auf dem Boden aufsetzten, was ein wenig Staub und Pollen in der Luft kreiseln ließ und die kleinen Gräser ein wenig bog.

"Auf, meine Freunde, wir erkunden die Landschaft!" Sagte Marek, und warf seine Berichte und Notizen und allerlei Schreibzettel in seinen bunten Rucksack. Ikarus, ganz der Schaukler, griff seine aus Ultraleichtmarmorgestein Schaukel, also ein Gestell samt Brett und Seideneisenschnüren, verstaute sie in seinem Wandersack und war bereit für Schandtaten,an absteigenden Ästen, wie er scherzhaft zu sagen pflegte. Er schaukelte für sein Leben gern.

Bertolt zückte Pinsel und Farbe, bereit stundenlang Panoramen einzufangen und die Beschaffenheit der Tier und Pflanzenwelt zu studieren. Der Alte griff einfach nur nach dem Honigmet und folgte den Dreien aus dem Schiff hinaus.

"Luft aller reinster Suppe!" schnüffelte der Alte.

Erstmal draussen auf die Wiese getreten, liefen sie gemeinsam ein Stück, hinein in einen Wald, der voll war von Harmonien, von Vogelgesängen und Krabbeltiergezirp. Erfrischend kühl war es dort. Der Wald war ein einziger Organismus, schloss Bertolt als er über Wurzeln stolperte die sich nach seiner Berührung rasch wieder in den Erdboden verzogen.

Marek stützte seine These als sie über eine Art Brücke gingen welche über Jahrtausende, zusammengewachsene Wurzeln gebildet hatten. Unten ein kleiner Bachlauf. Der unaufhörlich plätscherte und kühles Nass aus felsigen Höhen hinein, in die von Baumwipfeln überschatteten Täler brachte. Drei ganze Tage weilten sie in den dortigen Tälern und waren einfach dort und beobachteten wie das Sein dort waltete.

Am vierten Tag beschlossen sie in ihr Schiff zurückzukehren und einmal die Hochebenen, (die sich sanft am Horizont aufgetan hatten, als der Alte, mal wieder geizig mit Rauchgut und Honigmet, auf einen der höchsten Bäume geklettert war, um sein Hab und Gut vor den anderen zu schützen) eines "Detailverliebten" Blickes zu erproben, wie der Herr Bertolt gern zu sagen pflegte.

Die drei Freunde sahen es dem Alten nach, für sein Alter war der Alte doch gar nicht so alt, und tendierte eher zu einem sehr kindischen Gebaren. (Er konnte allerdings auch auf grummelig) Das mochten sie an ihm. Und im Endeffekt teilte er doch, wenn sie am späten Abend gesellig verweilten.

Als am fünften Tag sich das Schiff langsam im Morgenrot aus den Baumwipfeln erhob, zwinkerte Marek kurz mit den Augen und in ihren urigen Staubsesseln spürten sie ein Bauchkribbeln, und siehe da, sie waren an den Hochebenen angelangt.

Dort bot sich ihnen beim Überflug ein ganz anderes landschaftliches Bild: kahle Steinfassaden, geschmückt mit ein paar widerstandsfähigen Kräutern und Sträuchern und am obersten Ende der Hochebene, ein Baum wie in den Himmel dahinter eingegossen.

Gerade dehnten sich seine Zweige im frühen Licht der Sonnen. Sie stiegen dort widerrum aus, und betrachteten diesen einsamen Baum, der über all dem Geschehen unten in den Tälern thronte. Er trug Früchte.

"Meine Freunde, Bergäpfel." schloss Bertolt.Schaute der alte verdutzt:
"Was? Pferdäpfel? Wie sollen die denn hier hoch gelangt sein, über Stock und Stein mit ihrem Hufen und klapprigem Gebein?" Und sieh, sie riechen auch gar nicht in bekannter Strenge." Die anderen drei beguckten sich feist lächelnd:

"Alter, BERG nicht PFERDäpfel". feixte Marek freundlich drein schauend, den alten über seinen Gehörfehler aufklärend. "AHHH, jetzt geht mir ein Licht auf". Stimmte der Alte mit ein.

Ikarus langte nach einem der Früchte, da hörten sie im Rücken auf einmal schwarze ledrige Hochglanzschuhe auf altem, zeitlosen Gestein.

Sie drehten sich allesamt:
Es war Herr Ziege, der alte Wettspieler, um Leib und Seele.
Gestriegelt wie immer und zwiezüngelig, einen Melonenhut, ein wenig schief auf dem Kopf, lächelte er als wolle er stets herausforden.

"Meine Lieben". Sagte er da: "Was hat euch denn hierhin vertrieben und wie seid ihr über die Schwelle in dieses Sternsystem gelangt"?

Da sagte Marek:"PFF! Billig!" Durch den Glauben dass es mehr gibt als wir sehen, du Zweizüngler"! Übernahm da der Bertolt das Wort:"Feister Kollege dich kennen wir gut genug". ergänzte Marek da." Du kommst doch nicht einfach auf einen Höflichkeitsbesuch an diesem hohen Ort vorbei, oder"?! Was willst du?"

Stille. Man hört Häärchen für Häärchen die Nerven reissen.

"Der will uns verarsche, sag iech äuch, mein Froindschaften"!
lallte der Alte, der mal wieder ein paar der Schlücke Honigmet zuviel hatte.

"Kosten will er uns lassen, von den Früchten dieses falschen Gestrüpps. Versprechen will er uns irgendwelche unhaltbaren Kräfte im Tausch gegen die einzig wahre Kraft die uns schon inne liegt: Die Seele"! Da schauten die drei anderen Freunde nicht schlecht: Ein beispielloser Moment der Klarheit,trotz der überbordenen Liebe zum Honigmet.

"Meine Freunde". Begann da der Herr Ziege, diese Äpfel stehen für die Wahrheit allen Seins, kostet, und ihr sollt das höchste aller Dinge erkennen und wissen was Gut und was Böse ist, offenbarte er. Das Allsein will euch doch trennen von den Wahrheiten! So wollte der Herr Ziege sie überreden von den Äpfeln zu kosten.

Da ging der Marek einher, nahm sich einen der Äpfel, biss fast hinein doch ließ es dann aprubt. Drehte sich fix, und schleuderte dem Herr Ziege den Apfel gegen die Birne, der Apfel teilte sich in Zwei Hälften, weil der Herr Ziege scharfkantiges unter seiner Haarpracht versteckt. Und siehe da, der Weisheit Erlösung, sie war eine falsche. Der Apfel war innen ganz braun und verfault. Der Herr Ziege war nur ein Quacksalber. Ein falscher Spieler, ein Pseudorebell entgegen den Selbsternannten Gottheiten, die für sich selbst nur Wesen höherer Intelligenz sind, aber keineswegs das Allsein selbst.

Marek war diesem wirklichen Rebell, der einst die armen Wesen (die Menschen waren oder auf der Stufe zur Menschlichkeit) und ihre damals unterdrückten Leiber und Seelen, aus ihrem Joch der vermeintlichen Gottheiten befreit hatte, einmal begegnet.

Dieses Wesen gab ihm, dem Dokumentator, dem Zeitraffer Semi Paradoxums´ die Erkenntnis um die eigene reine Göttlichkeit. Marek wußte, diese Erkenntnis ist im Innern der Seelen gespeichert und es braucht keine Äpfel oder äußere Impulse um zur Wahrheit zu gelangen.

Die Wolken standen beinahe wie still.

"Du bist ein recht guter Spieler, Herr Ziege." Sagte der Marek da. "Doch bedenke, welches Kompliment, kommt ohne Lüge aus und welche Wahrheit ohne Grobheit?" Zwinkerte er dem Herr Ziege zu, der enttäuscht war weil ihm wieder potenzielle Sklaven durch die Finger gegangen waren. Da ging der alte einher und schenkte dem Herr Ziege ein Köpfchen vom Rauchgut für sein edles Holzpfeifchen.

"Mach dir nix draus"! Das Paradies ist halt ungreifbar aber nah, weil es schon längst in uns war". Nahm einen kräftigen Schluck vom Honigmet und ließ die Flasche in der Runde kreisen. Diesen Abend verlebten sie noch ein geselliges Beisammensein mit Herr Ziege, der nicht mehr länger gesuchte die Reisenden zu täuschen.

"Paradisia ist schön aber das Paradies ist es nicht".

Offenbarte der Herr Ziege zuletzt in einem kleinen Memo an die Freunde als sie längst wieder auf Kurs Richtung Semi Paradoxum waren. Marek schloss dass sie einen Freund mehr gewonnen hatten und ein Kapitel mehr für seinen Reisebericht.

Eine Geschichte von M.

Gruß, M.
Eine Liebe!