Projekt Paradoxon


Drei Fenster hier.
Das eine hat einen vorzüglichen Blick
auf die Hauswand gegenüber.
Das andere macht durch Pixel die Farben,
es lässt Chancen verstreichen
Und hilft Zeit totzuschlagen.
Das dritte hat nur das dumpfe zum schaun,
Haussegen schief - Niveau noch unterm Kellerverlies.
Manipulativ der Sklave auf der Fernbedienung liegt,
die so heißt weil der über die Welt entschied,
der den Roten Faden im Programm noch zieht..
Drei Fenster, nur vages zu sehen.
Ich sollte auf Reisen gehen.

Freitag, 10. Juli 2015

Die Geduld.


Die Geduld erwartet nichts.
Liegt dem Gläubiger nicht im Puls.
Die Geduld weiss es kommt diese Zeit.
Der Geleit befreit von Ängsten, nu Zapfenstreich.

Die Geduld ist für Nichtstun kein Entschuld.
Sie ist es die dich schult, gar buhlt.
Die Geduld um deinen angeregten Geist.
So dass du dich nicht aufs Aufgeben versteifst.

Die Geduld zeigt der Blick macht Möglichkeit.
Auf welch Moment seicht im Fokusfingerzeig.
Die Geduld hält fest unbegrenzt Herzessenz.
Hat man auch um dich herum Wert verdrängt.

Die Geduld hat immer ne neue Flinte bereit.
Selbst wenn mit Fickfingerzeig in Felder schmeißt.
Die Geduld dir sicher letzter Halt wie Amen in Kirchen.
Wolln´ dich verwirren im Rahmen der zerschnitten.

Hör doch auf ihr Bitten.
Für dich um deinetwillen.

Die Geduld.

M.

Montag, 29. Juni 2015

Menschenschreck


Was ist ein Mensch mit Menschenangst ?
In Schublade namens "Misanthrop" gebannt.
Erster Schritt bekannt sobald er verstand:
Die Furcht vor der Angst hat ihn gefang´.

Ein Rattenschwanz an Nachhang,
Doch Problematik die nur dem Kopf nah stand,
färbt deutlich den Pfad an, nah dran
am Punkte wo alle imaginäre Angst gegang´.

Hand lang an, kein Status Quo verdammt,
immer wieder neu richten alle Nase lang.
Doch verfass ich Mantra gerade dann,
für den Halt im harten Gang, sag wann:

Wenn immer nah am Boden angelangt.
Es ist Kunst des Blickes und angedacht,
dass du aus Scherben Reflexio Ganzes machst.
Kollektiv fängt dein Werden im Nächsten an.


Sei dir bewußt in Augen Fremder,
blickt dich dein Bewußtsein an.
Gefärbt durch deine Zweifel, deine Angst.
Der Wandel aussen fängt in dir an,
der Wandel innen aussen. 


Marek Menschenfeind.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Giraffenhälse und Rattenschwänze.


Müßig ziehts´ sich lang wie Giraffenhälse.
Ich selbst mir größter Feind und Stolperstein,
indem ich zu arg mit meiner Unart verschmelze.
Kartenhaus aufrecht, als sollts so nich sein.

Konstrukte von Behauptung bis nichts mehr zählte,
summiert kostet der Rolle Kopf, Kragen und Gebein.
Wächst übers Wesen sobald man sich sicher wähnte.
Einerseits die Reaktion verteufeln, stark beschrein:

Andererseits doch nich meucheln für der Ehre,
ureigener Ansichtssachen daraus Bewandnis allein
herleiten in Ideologierastern der obrigen Schwere,
auch mal vertraun der Duldsamkeit Lehre im Sein.

Doch alles nur im Kopf als wäre der Schwermut träge.
Wechselwirkend mich im Kreis bewege, innerlich meint
äusserlich der Wirklichkeit, Realität Reden bequeme.
Er steht, der subjektive Schemel - birgt kein Befrein´.

Mach ich mir nich aus ewig alten Gewohnheiten stete,
konsequentes Gebähre, aus all dem nen sinnvolln Reim.
Find in dem ganzen Wirrwarr aus der Chance neue Wege.
Bind mich in Trance an gleiche Fettnäpfchentretereien. 

Geh du deinen Weg. Ich geh meinen.

Samstag, 13. Juni 2015

Der Patient.



Der Patient, unbemerkt ist er fremdes Patent.
Was verschlägt mich dass ich da so denk ?
Son Medikament wird dir präsent als herb Geschenk.
Man mahnt auf dass dus´ nich zu sehr verrenkst.

Pharmaindustrie hat sich meist schweigsam gesenkt.
Gehts da um Inhaltsstoffe und Essenz welche man kredenzt,
indem man dem Körper, welcher verpennt ein wenig lenkt.
Gen Gesundung doch nie und nimmer erlangen die Abrundung.

Für Profite gehts um Markterschließung und Kundung.
statt altruistische Wohlfahrt und selig Heil rundum.
Denn am Kranken kein Geld mehr verdienen wär zu dumm.
Das ist meist der Grund, ganz unten am urgründigen Rumpf.

Die Ganzheit Mensch heilen ist die eigentlich Kunst.
Wir werfen Göttern der Schulmedizin Patte in den Schlund.
Ist Umsorgung  für Daseinsberechtigung und Formung.
Das Dogma der Norm und die Verballhornung der Ordnung.

Samstag, 30. Mai 2015

Die Tragödie von Siegbert Graumeister.




Silbern scheinend fast greifbar nah.
Schwebt des Geistes Umhang drum und dran,
ins hinterletzte Eckchen Herz gebannt,
schüttelt in Schubladen der Verstand.

Ist´s sinnig nun im Kopfe bekannt.
Ich liebe einen Geist verdammt.
Keine Götzin die schon eingesargt.
Unterm Strich, Illusion da eifer ich nach.

Mit dem Glück stets nurn momentanen Vertrag.
Glück was isn das? eine Art Arbeitsertrag -
Erpoben Herz, Seele, Bewußtsein, bis erkannt,
wie man Wogen loben, zum Ganzen formen kann.

Normen toben ziehen Wesen gebannt in Bahn.
Himmelsfahrt Gleichheit unterwegs nach Plan.
Tragen die Masken auf, bis Visagen sich verfahrn,
die Dramen mit Sorgfalt wahren, wolln Schaden.

Narben bleiben für die Taten an kommenden Tagen.
Sich fordern, wie Einsam in die Masse wagen.
Geschieht wohl Nützliches im Druck der Miragen.
Sich die Dramen rahmen, um die Freuden zu umarmen.

M.

Freitag, 15. Mai 2015

Dickfluss.



Wie Schmiermittel, Wachs in fremden Händen,
wills mich des Nachts umgarnen und renken.
Zweifel ketzerisch wills lodernd bedenken
und gibt ihm Form, dem Schwermut dem Fremden.

Lethargie räuspert sich bricht ins Nix,
wie Wellen Hochhaushimmelhoch, mir zerbricht:
Ein Kartenhaus aus Glas hinterher nichts
als Scherbenhaufen, Fragmente mit scharfem Schnitt.

Sags als hätt ich zum beißen ne Schallplatte mit.
Frühstück im Ringelreien und kreisigem rundlich Sitz,
wie Papagei leg ratternd einen, wo isn´ der Witz?
Des Columbus Ei stets als ewig gleichen Beschiss.

Weil vielleicht Fluchtpunktartig fernes vermiss´,
Manch Ansicht an Sich zu großes Ding fürn guten Biss.
Fordert dass man nach innen geht, sich trifft.
Der Urgrund Lethargie fest im Blick - bald im Griff.

M.

Freitag, 1. Mai 2015

Des Zweifels´ Schwindsucht



Ein Prinzip das seit Urzeit
wie nen Uhrwerk in Spur bleibt
Schnurgerad´ der Zyklus weilt
trivial sein Unwesen treibt

Ungelesene Zeilen die zuweilen
chaotisch erscheinen im reinen
ergeben Ordnung aus der Pein
Kein Zufall kann das so astrein

da sein ne Metaebene zu peilen
gedrängt der Oberfläche allein
sich zu befrein, Ende des Latein
Wartn lange an Fahnenstange mag sein

liebt man gewohntes All-einverleiben
Dasein ohn´ Überraschung beschreiben
bindet sich für die endlos´ Zeiten
der Gesuch Glückseligkeit herzuleiten



Schmerz teilend bereits schwer leidend
Für Glück das sich zeigt in runden Kreisen
Für jedn Topf nen Deckel, die gesundn´ meinen
Doch den Zweck stellt an Stellen die zeigen

Erfüllung beginnt im eignen Leib ganz eigen
Erstmal die Liebesfähigkeit anfangs leise
sich trennend vom egozentrischen Gekreisel
was ich meine ? Der Enden Zwei an Reißleine

Lieb ich für mich, oder für das Du ?
Die Trennung allen Seins überwinden und nu
wird aus dem Du die Erweiterung des Ich partout
Steht das Wir den Flug, entzieht sich das Leichentuch

Der Getrenntheit isolierter Fluch
Ist der Leere Gesuch, Aderlass nie genug
auch der Lehre Offenbarung wie Schriftgut
Gewinnst du, leidet der Zweifel an Schwindsucht.

M.